Kreuzfahrt ohne Übelkeit​ Ratgeber gegen Seekrankheit​

Seekrankheit - Ursachen, Symptome & die besten Mittel gegen Übelkeit

Keine Angst vor Seekrankheit​

Wer auf Kreuzfahrt geht, denkt in erster Linie an traumhaften Urlaub, spannende Ziele, Spaß und Erholung an Bord. Unangenehme Begleiterscheinungen wie Seekrankheit sollten auf keinen Fall auftreten. Tatsächlich sind Mittel gegen die typische Reisekrankheit auf Kreuzfahrtschiffen selten nötig. Sollte der Fall der Fälle doch einmal auftreten, darf man sich mit dem Credo vieler Seeleute trösten: Alles eine Sache der Gewöhnung.



Mögliche Ursachen der Seekrankheit​

Seekrankheit entsteht im Kopf, nicht im Bauch. Die Augen senden dabei andere Signale an das Gehirn als der Körper.

Man befindet sich an Bord in einem festen Raum, aber nimmt durch den Gleichgewichtssinn im Ohr die Bewegung des Schiffes wahr. Diese widersprechenden Sinneseindrücke nennt man in Medizinerkreisen „Sensory Mismatch“.

Etwas Ähnliches kann auch im Flugzeug oder Auto passieren: Bei der sogenannten Reisekrankheit zeigen Betroffene die gleichen Symptome bis hin zum Erbrechen. Der optische Eindruck täuscht auch hier den Gleichgewichtssinn und bringt ihn durcheinander.​

Die Ursachen für Seekrankheit sind vielfältig.

Wie daraus Übelkeit wird, darüber sind sich die Experten noch nicht einig. Fest steht, dass bei See- oder Reisekranken im Körper der Histamingehalt steigt.

Der Botenstoff Histamin ist eigentlich ein Gewebehormon, das unter anderem die Funktion des Nervensystems und des Magen-Darm-Trakts beeinflusst.​

Auch bei Stress wird Histamin ausgeschüttet und Betroffene zeigen die typischen Symptome von Kinetose, wie Reisekrankheit im Fachjargon bezeichnet wird. ​


Die typischen Symptome​

Starker Wellengang löst die typischen Symptome der Seekrankheit aus.

Meistens treten die Symptome bei Seekrankheit nur in den ersten Tagen auf und sind schnell wieder verschwunden.​

Typische Symptome umfassen Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein. Diese Beschwerden entstehen, wenn das Gehirn widersprüchliche Signale von den Augen und dem Innenohr erhält, was zu einer Desorientierung führt. ​

Vor allem Kreuzfahrt-Neulinge machen sich oft Sorgen, dass sie seekrank werden könnten. Bei großen Kreuzfahrtschiffen hingegen sorgen die Maße und modernste Technik dafür, dass der Seegang kaum wahrgenommen wird. Stabilisatoren gleichen das sogenannte seitliche Rollen des Schiffes aus. ​


Mit einer ruhigen Kreuzfahrtroute kann man der Reisekrankheit vorbeugen. ​

Reisekrankheit vorbeugen

Vorsorge ist die beste Medizin – und ganz ohne Nebenwirkung. Wenn Sie anfällig dafür sind, seekrank zu werden, wählen Sie die Route und Ihre Kabine vor Ihrer Kreuzfahrt mit Bedacht aus. Seien Sie sich bewusst, dass zum Beispiel eine Atlantiküberfahrt oder eine Nordland-Kreuzfahrt im Winter für einen ungemütlicheren Seegang sorgt als das Mittelmeer im Sommer. Bei der Kabinenwahl gilt der Tipp: Am Bug und Heck merken Sie raues Gewässer am stärksten. Wenn Sie unsicher sind, empfehlen wir eine Mini-Kreuzfahrt zum Ausprobieren.​




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Die besten Mittel gegen Seekrankheit​

In Apotheken stehen heute viele nicht verschreibungspflichtige Medikamente zu Verfügung, die gegen die typischen Symptome bei Seekrankheit wirken.

Ingwer ist eine beliebte Option und kann in Form von Kapseln oder als Tee eingenommen werden, um Übelkeit zu lindern.

Auch Akupressurarmbänder, die Druck auf bestimmte Punkte ausüben, können wirksam sein. Dimenhydrinat, in Form von Kaugummis oder Tabletten, ist ein weiteres Mittel, das die Symptome reduzieren kann.

Wer nichts einnehmen möchte, kann zum Beispiel auf Meclizin-Hydrochlorid oder Scopolamin-Pflaster zurückgreifen.​

Die Mittel gegen Seekrankheit reichen von Tee über Kapseln und Tabletten bis zu speziellen Kaugummis und Pflastern.​

Weitere Tipps gegen Seekrankheit​


Reiseübelkeit bei Kindern

Auch viele Kinder neigen dazu, seekrank zu werden.

Reiseübelkeit bei Kindern, insbesondere auf Kreuzfahrten, kann eine Herausforderung sein. Bewegung auf dem Schiff, ungewohnte Gerüche und der Wechsel von Land und Meer können Übelkeit auslösen.

Besonders wichtig ist es, Kindern genügend frische Luft und Flüssigkeit zu geben. Vermeiden Sie schwere Mahlzeiten vor der Reise und setzen Sie auf leicht verdauliche Snacks.
Akupressurbänder können Übelkeit lindern, ebenso wie Ingwer in Form von Kaugummis oder Tee. Elektronische Geräte sollten mit Vorsicht verwendet werden.​

Tipp: Die oben bereits erwähnten Kaugummis mit dem Wirkstoff Dimenhydrianat sind für Kinder ab 6 Jahren geeignet.​


Die häufigsten Fragen zur Seekrankheit​

  • Wie lange hält Seekrankheit an?

    Die Dauer der Seekrankheit kann von Person zu Person variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der individuellen Empfindlichkeit, der Stärke der Bewegung des Schiffes und der angewendeten Gegenmaßnahmen. In der Regel klingen die Symptome der Seekrankheit innerhalb von Stunden bis zu einigen Tagen nach dem Beginn der Schifffahrt ab, wenn sich der Körper an die Bewegungen des Schiffes gewöhnt hat. ​

  • Welche Kabine sollte ich wählen, wenn ich dazu neige, seekrank zu werden?

    Wenn Sie dazu neigen, seekrank zu werden, ist es ratsam, eine Kabine in einem Bereich des Schiffes zu wählen, der möglichst wenig Bewegung spürt. Deswegen sind vor allem die Kabinen in der Mitte des Schiffes zu empfehlen. Hier sind die Bewegungen am wenigsten stark zu spüren. Außerdem nehmen die meisten Menschen die Schwankungen des Schiffes auf unteren Decks, die nahe der Wasserlinie liegen, häufiger weniger stak wahr als auf höher gelegenen Decks. Vermeiden von Bug- und Heckbereichen: In diesen Bereichen des Schiffes spürt man die Bewegung stärker, insbesondere bei rauem Seegang.​
    Indem Sie eine Kabine entsprechend diesen Kriterien wählen, können Sie die Wahrscheinlichkeit von Seekrankheit während Ihrer Kreuzfahrt verringern. ​

  • Warum schwankt der Boden auch nach einer Kreuzfahrt manchmal noch und was kann ich dagegen tun?

    Das Phänomen, dass sich der feste Boden nach einer Kreuzfahrt noch schwankend anfühlt, wird als "Landkrankheit" oder "Mal de Debarquement" bezeichnet. Es tritt auf, weil sich Ihr Gehirn nach der Gewöhnung an die Bewegung auf dem Schiff an das stabile Umfeld auf See angepasst hat. Nachdem Sie wieder an Land sind, benötigt Ihr Gehirn Zeit, um sich erneut an die Stabilität zu gewöhnen. Dies kann zu einem vorübergehenden Gefühl der Schwankung führen, ähnlich wie auf dem Schiff.​

    Um dieses Gefühl zu reduzieren, können Sie einige Dinge tun:​

    • Allmähliche Anpassung: Versuchen Sie, Ihre Aktivitäten allmählich zu steigern, anstatt sofort in intensive Bewegungen wie Laufen oder Fahren zu springen. Ihr Körper und Ihr Gehirn brauchen Zeit, um sich anzupassen.​
    • Ausruhen und Entspannen: Gönnen Sie sich Ruhepausen und vermeiden Sie übermäßige körperliche Anstrengung, um Ihrem Körper die Möglichkeit zu geben, sich anzupassen.​
    • Bewegung und Gleichgewichtstraining: Einige Übungen, die das Gleichgewicht verbessern, können helfen, Ihr Gehirn schneller wieder an die Stabilität zu gewöhnen. Dies könnte Yoga, Tai Chi oder einfache Gleichgewichtsübungen umfassen.​
    • Hydratation und gesunde Ernährung: Trinken Sie ausreichend Wasser und achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, um Ihren Körper zu unterstützen.​

    In den meisten Fällen verschwindet das Gefühl der Schwankung innerhalb weniger Stunden bis Tage nach der Rückkehr an Land von selbst. Wenn die Symptome jedoch anhalten oder besonders belastend sind, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und gegebenenfalls weitere Behandlungsmöglichkeiten zu erhalten.​

  • Welche Kreuzfahrtrouten sind zu empfehlen, wenn ich schnell seekrank werde?

    Wenn Sie dazu neigen, seekrank zu werden, sollten Sie Routen wählen, die tendenziell ruhigere Gewässer durchqueren und weniger anfällig für starken Seegang sind. Dazu zählen zum Beispiel:​

    • Küstenkreuzfahrten: Kreuzfahrten entlang der Küstenlinie, wie z.B. entlang der norwegischen Fjorde, der kalifornischen Küste oder der Küste des Mittelmeers, bieten oft ruhigere Gewässer und sind weniger anfällig für hohe Wellen.​
    • Karibik: Die Karibik ist bekannt für ihr ruhiges und warmes Wasser, was zu weniger Seegang führt. Kreuzfahrten zu den Karibischen Inseln sind daher oft eine gute Wahl für Personen mit Seekrankheit.​
    • Mittelmeer: Das Mittelmeer kann je nach Jahreszeit und Route relativ ruhig sein, insbesondere in den Sommermonaten. Kreuzfahrten entlang der Küsten von Spanien, Italien oder Griechenland können eine gute Option sein.​

    Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Seegang nie vollständig ausgeschlossen werden kann, selbst auf ruhigeren Gewässern. Daher sollten Personen mit starker Neigung zur Seekrankheit auch auf diesen Routen vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Es ist auch ratsam, vor der Buchung einer Kreuzfahrt mit Ihrem Arzt zu sprechen, um Empfehlungen und Ratschläge zu erhalten.​

  • Wird Seekrankheit mit der Zeit besser?

    Für viele Menschen kann sich die Anfälligkeit für Seekrankheit im Laufe der Zeit verbessern oder sogar ganz verschwinden. ​
    Einige Menschen gewöhnen sich allmählich an die Bewegung auf dem Wasser, indem sie regelmäßig Schiffsreisen unternehmen. Mit der Zeit kann sich ihr Körper besser an die Bewegungen anpassen, was zu einer Verringerung der Symptome führen kann.​
    Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht jeder von der Seekrankheit befreit wird, und die Reaktion kann von Person zu Person variieren. Einige Menschen können weiterhin anfällig für Seekrankheit sein, selbst nachdem sie viele Reisen unternommen haben. In solchen Fällen können vorbeugende Maßnahmen und Anpassungen des Lebensstils weiterhin hilfreich sein, um die Symptome zu lindern.​

  • Wo schwankt es auf einem Kreuzfahrtschiff am meisten?​

    Auf einem Kreuzfahrtschiff schwankt es in der Regel am meisten in den oberen Decks und an den Außenbereichen des Schiffes. Je höher man sich über dem Meeresspiegel befindet, desto stärker sind die Auswirkungen von Wellenbewegungen spürbar. Außerdem können Passagiere in den vorderen und hinteren Bereichen des Schiffes stärkere Bewegungen wahrnehmen, da sich dort die Wirkung von Wellen verstärken kann. In der Nähe des Schwerpunkts des Schiffes, also in der Mitte und auf den unteren Decks, ist die Bewegung normalerweise am geringsten.​





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