Allein im letzten Jahr pilgerten 6,2 Millionen Menschen aus aller Welt nach München, um zu feiern und zu schunkeln, Bier zu trinken, Hendl, Haxn und Brezn in riesigen Mengen zu verspeisen, das neue Dirndl oder die Lederhose auszuführen, Karussell und Achterbahn zu fahren, kurzum: um „a Mordsgaudi“ zu haben. 2017 wurden innerhalb von zwei Wochen sage und schreibe 7,5 Millionen Liter Bier getrunken, der Preis für „die Mass“, also für einen Liter Bier, lag bei knapp 11 Euro.

Allein im letzten Jahr pilgerten 6,2 Millionen Menschen aus aller Welt nach München, um zu feiern und zu schunkeln, Bier zu trinken, Hendl, Haxn und Brezn in riesigen Mengen zu verspeisen, das neue Dirndl oder die Lederhose auszuführen, Karussell und Achterbahn zu fahren, kurzum: um „a Mordsgaudi“ zu haben. 2017 wurden innerhalb von zwei Wochen sage und schreibe 7,5 Millionen Liter Bier getrunken, der Preis für „die Mass“, also für einen Liter Bier, lag bei knapp 11 Euro.

Oktoberfest dank Märchenhochzeit

Bei so viel Bier und Zahlensalat gerät fast in Vergessenheit, dass wir dieses Spektakel einem romantischen Anlass verdanken – einer königlichen Hochzeit nämlich. Der bayrische Kronprinz Ludwig hatte sich in die schöne, aber mittellose Prinzessin Therese aus dem winzigen Herzogtum Sachsen-Hildburghausen verliebt. Am 12. Oktober 1810 wurden die beiden in der Münchner Residenz vermählt. Und wie es sich für eine echte Märchenhochzeit gehört, wurde viele Tage lang gefeiert und die Untertanen durften mitfeiern.

Oktoberfest dank Märchenhochzeit

Bei so viel Bier und Zahlensalat gerät fast in Vergessenheit, dass wir dieses Spektakel einem romantischen Anlass verdanken – einer königlichen Hochzeit nämlich. Der bayrische Kronprinz Ludwig hatte sich in die schöne, aber mittellose Prinzessin Therese aus dem winzigen Herzogtum Sachsen-Hildburghausen verliebt. Am 12. Oktober 1810 wurden die beiden in der Münchner Residenz vermählt. Und wie es sich für eine echte Märchenhochzeit gehört, wurde viele Tage lang gefeiert und die Untertanen durften mitfeiern.

Volksfest hallo!

Es gab ein Volksfest, eine Oper mit freiem Eintritt, Theater und Bälle. Am 17. Oktober fand auf der großen Wiese vor dem Sendlinger Tor, „seitwärts der Straße, die nach Italien führt“, ein Pferderennen statt. Zu Ehren der Kronprinzessin bekam dieses Areal den Namen „Theresenwiese“.

Volksfest hallo!

Es gab ein Volksfest, eine Oper mit freiem Eintritt, Theater und Bälle. Am 17. Oktober fand auf der großen Wiese vor dem Sendlinger Tor, „seitwärts der Straße, die nach Italien führt“, ein Pferderennen statt. Zu Ehren der Kronprinzessin bekam dieses Areal den Namen „Theresenwiese“.

Ohne Wiesnhendl geht nix

Seither wird „auf der Wiesn“ jedes Jahr – bis auf wenige Ausnahmen – das Oktoberfest gefeiert. Lustigerweise nicht um den Hochzeitstag Mitte Oktober herum, sondern schon einen Monat früher – aus dem guten Grund, dass das Wetter im September meistens besser ist. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Bierzelte mit Musikkapellen, Buden, Schausteller und Fahrgeschäfte hinzu. 1881 wurde die erste Hendlbraterei eröffnet. Nach wie vor ist das Wiesnhendl die beste Basis für „a guads Bier“.

Ohne Wiesnhendl geht nix

Seither wird „auf der Wiesn“ jedes Jahr – bis auf wenige Ausnahmen – das Oktoberfest gefeiert. Lustigerweise nicht um den Hochzeitstag Mitte Oktober herum, sondern schon einen Monat früher – aus dem guten Grund, dass das Wetter im September meistens besser ist. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Bierzelte mit Musikkapellen, Buden, Schausteller und Fahrgeschäfte hinzu. 1881 wurde die erste Hendlbraterei eröffnet. Nach wie vor ist das Wiesnhendl die beste Basis für „a guads Bier“.

O’zapft is!

Das wohl wichtigste Ritual ist der traditionelle Fassbieranstich durch den Münchner Oberbürgermeister. Erst wenn sein Ruf „O’zapft is!“ durch das Schottenhamel-Festzelt schallt und sicherheitshalber auch noch zwölf Böllerschüsse abgegeben werden, ist das größte Volksfest der Welt offiziell eröffnet. Übrigens hat angeblich jeder Oberbürgermeister mehr Angst vor dem Fassbieranstich als vor dem Wahltag – schließlich hängt die (Männer-)Ehre von der benötigten Anzahl der Schläge ab.

O’zapft is!

Das wohl wichtigste Ritual ist der traditionelle Fassbieranstich durch den Münchner Oberbürgermeister. Erst wenn sein Ruf „O’zapft is!“ durch das Schottenhamel-Festzelt schallt und sicherheitshalber auch noch zwölf Böllerschüsse abgegeben werden, ist das größte Volksfest der Welt offiziell eröffnet. Übrigens hat angeblich jeder Oberbürgermeister mehr Angst vor dem Fassbieranstich als vor dem Wahltag – schließlich hängt die (Männer-)Ehre von der benötigten Anzahl der Schläge ab.