Kreuzfahrt
Pitcairn

Kreuzfahrt Pitcairn


Beschreibung

Auf den Spuren der Meuterer der Bounty steuern Kreuzfahrt-Schiffe die kleine Insel Pitcairn in der Südsee an. Auf der nur 4,5 m² großen Insel, der einzig bewohnten Hauptinsel der gleichnamigen Pitcairninselgruppe, gibt es für Sie viel zu entdecken: eine einzigartige Fauna und Flora, das Insel-Museum und atemberaubende Ausblicke auf die Unendlichkeit des Ozeans. Mit den wundervollen Holzschnitzereien der Inselbewohner in der Tasche werden Sie nach einem unvergesslichen Tag Ihre Reise durch den Südpazifik fortsetzen. Denn anders als die Meuterer der Bounty bleiben Sie nicht auf der Insel zurück! Mehr lesen

Klima

Reisezeit

Informationen zum Hafen Pitcairn

GRÖSSE

Die Hauptinsel Pitcairn, die einzig bewohnte Insel der Pitcairn Inseln hat gerade einmal 50 dauerhafte Einwohner aus vier Familien. Diese sind größtenteils Nachfahren der Meuterer auf der Bounty. Damit ist Pitcairn die am wenigsten bewohnte Gerichtsbarkeit der Welt.

KLIMA

Pitcairn genießt das ganze Jahr über warmes Wetter mit feuchten Sommern und trockenen Wintern. Im Sommer bewegen sich die Temperaturen um 30 °C. Im Winter halten sie sich immer noch bei 20 °C.

POLITIK

Die Pitcairninseln sind das letzte verbliebene britische Überseegebiet im Pazifischen Ozean. Staatsoberhaupt der Pitcairninseln ist die britische Königin. Die Interessen werden von einem Bürgermeister vertreten.
Sprache:
Englisch, Pitkern
Währung:
Sterling Pfund (GBP)
Zeitzone:
Pacific/Pitcairn

AIDA Kreuzfahrten mit Pitcairn

Eine Insel im Nirgendwo des Pazifik

Zwischen Neuseeland und Australien im Westen und Südamerika im Osten erstreckt sich der größte Ozean der Erde: der Pazifik. Land ist selten – nur einige wenige Inseln recken ihre Gipfel aus dem Meer. Entstanden sind sie durch Vulkanausbrüche. Im Grunde handelt es sich um die Berggipfel von Vulkanen auf dem Meeresboden. Wie eine Kette reihen sich die kreisrunden Erhebungen von Südosten nach Nordwesten – angefangen von den Osterinseln über die Pitcairn Islands und Gambieri bis nach Tahiti.

Bewohnt werden die meisten größeren Inseln von Polynesiern und den Nachfahren der europäischen Einwanderer. In Adamstown auf Pitcairn dürften fast alle der heute etwa 40 Einwohner mit den ausgesetzten Meuterern der Bounty verwandt sein. Diese haben sich auf Pitcairn mit polynesischen Frauen ein neues Leben aufgebaut und Familien gegründet. Heute sind die Pitcairns britisches Überseegebiet und gehören damit zur britischen Krone.

Landung im Hafen auf Pitcairn

Mitten im Pazifischen Ozean gelegen, sind die Pitcairn Inseln heute vor allem ein Magnet für Reisende, die die Inseln des Pazifiks erkunden wollen. Schon die Landung auf Pitcairn kann recht abenteuerlich ausfallen, denn einen großen Hafen für Kreuzfahrt-Schiffe gibt es nicht.

Weil der Insel der für „vulcano islands“ typische, schützende Korallenring fehlt, ist die Küste den rauen Wellen des Pazifiks ungeschützt ausgesetzt. Entsprechend wild kann bei windigem Wetter die Überfahrt mit dem Tenderboot verlaufen, während das Kreuzfahrt-Schiff in der Bounty Bay vor Anker liegt. Am kleinen Hafen angekommen steht man sozusagen mitten in der Inselhauptstadt Adamstown.

Berüchtigt und berühmt – die wilde Geschichte

Historiker gehen heute davon aus, dass die Pitcairninseln 800 n. Chr. von den Polynesiern vom 500 km entfernten Mangareva aus besiedelt wurden. Bis heute finden sich im roten, fruchtbaren Boden traditionelle Steinwerkzeuge aus schwarzem Basalt, die das belegen. Die Bewohner lebten vom Anbau der Brotfruchtbäume, von Ackerbau, Viehzucht und vom Fischfang. Erst im 18. Jahrhundert wurden die Pitcairninseln von britischen Seefahrern entdeckt. Der Entdecker Robert Pitcairn verlieh der letzten britischen Kronkolonie im Pazifik seinen Namen.

Wirklich berühmt ist die winzige Inselgruppe aber nur dank der Meuterer der Bounty: Sie landeten im Januar 1790 auf Pitcairn und rissen das Leben auf der Insel an sich. Bei den blutigen Auseinandersetzungen in den folgenden Monaten starben die meisten Polynesier und die meisten Meuterer, inklusive ihres Anführers Fletcher Christian. Zehn Jahre später waren alle polynesischen Männer und fast alle Meuterer tot. John Adams – der Gründer von Adamstown – blieb allein mit 10 polynesischen Frauen und 23 Kindern zurück.

So unschön das Leben der Meuterer auch endete, dem auf Tahiti gelandeten restlichen Teil der Seeleute ging es nicht besser. Sie wurden erst nach Neuseeland und Australien sowie später nach Portsmouth gebracht und wegen Meuterei verurteilt.

Besuch des Pitcairn Museums

Um die Geschichte der kleinen Südsee-Insel näher kennenzulernen, lohnt ein Besuch des Insel-Museums direkt neben der kleinen Grundschule. Zahlreiche Ausstellungsstücke, so auch die alte Bibel der Bounty, erinnern dort an Adams, Christian und all die Menschen, die das Leben auf der Insel maßgeblich geprägt haben.

Vor allem John Adams sorgte als Vater und Führer des Volkes der Pitcairner mit einem gottesfürchtigen Leben und einer guten Grundbildung dafür, dass die Einwohner lange unbehelligt leben konnten. Erst im 19. Jahrhundert kamen erneut Schiffe und die Insel wurde unter britische Flagge gestellt. Aus Angst vor Naturkatastrophen und Hungersnöten wurden immer wieder Inselbewohner emigriert und zum Beispiel auf die Norfolkinsel bei Australien umgesiedelt.

Zu Fuß oder per Quad über die Pitcairninseln

Das Leben auf Pitcairn Island ist einfach. Es gibt keine zentrale Trinkwasserversorgung, aber immerhin seit 2003 ein Abwassersystem. Strom wird mit Hilfe von zwei Dieselgeneratoren erzeugt, weil für eine Windkraftanlage leider das Geld fehlt. Die einzige feste Straße ist ein Betonweg, der von Fahrrädern und Quads befahren werden kann. Trotzdem sollten Sie das Angebot für eine Inselerkundung unbedingt annehmen.

Die kleine Stadt mit etwa 70 Häusern, von denen nur die Hälfte bewohnt sind, ist Ausgangspunkt für Touren in die Bergwälder. Es gibt einige einheimische Pflanzen- und Tierarten, die nur auf Pitcairn Island gedeihen. Dazu gehört der Pitcairn-Rohrsänger, welcher vom Aussterben bedroht ist. Rund um die Insel sind vor allem Hochseefischer unterwegs. Haie, Thunfische, Barrakudas und Marlin zählen zu den Fängen in der Hochseefischerei und lassen sich, ebenso wie die Buckelwale, gut auf Bootsausflügen beobachten.

Eine Reise im Südpazifik ausgehend von Callao in Peru über Hanga Roa auf den Osterinseln, Adamstown auf Pitcairn, das Ducie Atoll, Henderson und bis hinauf nach Papeete und Fakarava auf Tahiti ist ein unvergessliches Erlebnis. Französisch-Polynesien hält zahlreiche Überraschungen und Eindrücke bereit, die Sie von einer Kreuzfahrt mit nach Hause nehmen. Das Inselhopping rund um die Pitcairn Inseln ist so einmalig, dass es Ihnen auch in Zukunft immer im Gedächtnis bleiben wird!