Kreuzfahrt
Kap Horn Passage

Kreuzfahrt Kap Horn Passage

Kap Hoorn – Eine Kreuzfahrt ans Ende der Welt


Beschreibung

Kap Hoorn, auch Kap Horn geschrieben, ist die südliche Spitze der Felseninsel Isla Hornos, die zu Chile gehört, und damit der südlichste Punkt Südamerikas. Seefahrern galt das Kap lange Zeit als „Ende der Welt“ – nur die Diego-Ramírez-Inseln liegen noch zwischen Kap Hoorn und der Antarktis – und ließ sie vor Ehrfurcht erschauern. Kreuzfahrt-Gäste erschauern heute dagegen vor reiner Abenteuerlust und Vorfreude.

Kap Horn ist berüchtigt für sein unbeständiges, extremes Wetter. Stürme mit Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h, die gewaltige Wellenberge von Westen nach Osten schieben, sind hier keine Seltenheit. Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert segelten hier die Windjammer, die großen mehrmastigen Großsegelschiffe, gegen die Naturgewalten an, denn es gab noch keine andere Passage in den Pazifik und an die Ostküste von Nordamerika.

Heute hingegen gehören Schiffsreisen ans „Ende der Welt“ zu den größten Reizen für Kreuzfahrt-Liebhaber. Mit modernen Schiffen stellt die Passage von Kap Hoorn, wo Pazifik und Atlantik aufeinandertreffen, keine mehr Gefahr dar. So können Sie im Luxus und Komfort der Kreuzfahrtschiffe atemberaubende Naturschauspiele erleben und sich in die Welt der Seefahrer vergangener Jahrhunderte zurückversetzen lassen. Mehr lesen

Klima

Reisezeit

Informationen zum Hafen Kap Horn Passage

GRÖSSE

Das Felsmassiv des Kaps ist bis zu 424 m hoch.

KLIMA

Kap Hoorn liegt im Einflussgebiet der kalten, polaren Strömung. Luft- und Wassertemperatur sind ganzjährig fast identisch: im Januar sind es ca. 8 °C, im Juli 5 °C. Nur selten zeigt das Thermometer mehr als 13 °C an. Im Winter gibt es kaum Schnee, obwohl der Süden Chiles sehr niederschlagsreich ist.

POLITIK

Chile ist seit 1925 eine Präsidialrepublik, in welcher der Präsident Staatsoberhaupt und Regierungschef zugleich ist. Die Verfassung stammt aus dem Jahr 1981. Das chilenische Parlament besteht aus zwei Kammern.
Sprache:
Khmer
Währung:
Riel (KHR)
Zeitzone:
America/Santiago

AIDA Kreuzfahrten mit Kap Horn Passage

Die Isla Hornos

Auf Ihrer Fahrt mit AIDA passieren Sie die 406 m hohe Felseninsel Isla Hornos, deren Leuchtturm an der Südspitze das Ende der Welt markiert. Kaum zu glauben, aber diese und benachbarte Inseln waren bis ins 19. Jahrhundert dauerhaft bewohnt. Heute begrüßt Sie dort ein Leuchtturmwärter der chilenischen Marine. Er wird alle drei Monate ausgewechselt.

Geschichte der Passage von Kap Hoorn

Isla Hornos bedeutet übersetzt „Insel der Öfen“ und Cabo de Hornos, wie Kap Hoorn auf Spanisch heißt, „Kap der Öfen“. Diese etwas seltsamen Namen stammen aus der Zeit der ersten europäischen Seefahrer, die Südamerika bereisten: Hier fanden Magellan und seine Matrosen 1520 zahlreiche Feuerstellen, die sie zur Namensgebung inspirierten. Die Inselgruppe, zu der die Isla Hornos und Kap Hoorn gehören, kam auf ähnliche Weise zu ihrem Namen: Sie wurde Tierra del Fuego, „Feuerland“, getauft.

Beschrieben wurden die Insel und Kap Hoorn zum ersten Mal am 29. Januar 1616 von den Niederländern Willem Cornelisz Schouten (Kapitän) und Jakob Le Maire (Kaufmann und Sohn des Auftraggebers). Sie waren auf einer Expedition im Auftrag niederländischer Geschäftsleute aus der Stadt Hoorn unterwegs. Schouten und Le Maire hatten den Auftrag, einen alternativen Weg zur Magellanstraße und damit einen direkten Weg zu den Ostindischen Gewürzinseln zu finden. Schouten fand die Passage um das Kap und taufte sie zu Ehren des Stadtrats seiner Heimatstadt Kap Hoorn.

Vor der Invasion der spanischen Eroberer lebten auf den Inseln Feuerlands schätzungsweise mindestens 12.000 Indios. Auf Isla Hornos waren es die Yámana, ein nomadischer Stamm aus Alaska, der in langer Völkerwanderung den gesamten amerikanischen Doppelkontinent überquert hatte und hier ansässig wurde. Spuren ihrer Existenz findet man heute nur noch vereinzelt in Museen, denn die europäischen Siedler und Walfängertrupps sorgten für die weitgehende Vernichtung der Kultur. Der deutsche Geistliche Martin Gusinde gehörte zu den wenigen, die das hartnäckige Vorurteil der Chilenen und Argentinier widerlegte, Indios seien „bloß unzivilisierte Wilde“ und stattdessen versuchte, ihre reiche Kultur zu bewahren.

Highlight Landausflug am Kap Hoorn

Wenn es die Wetterlage erlaubt, können Sie vom Kreuzfahrtschiff aus mit einem Tenderboot zur Landspitze des Kap Hoorn mit dem Leuchtturm übersetzen. Von hier aus haben Sie einen wunderbaren Blick auf die ehemals gefürchtete Seepassage um das Kap und das ständig aufgewühlte Meer. Mindestens 800 Schiffe und mit Sicherheit mehr als 10.000 Menschen wurde diese Passage in den vergangenen Zeiten zum Verhängnis. So wundert es nicht, dass hier der größte Schiffsfriedhof der Welt liegt.

Der Künstler José Balcells und die chilenische Dichterin Sara Vial hatten die Ehre, ein Denkmal für die toten Seeleute zu konzipieren, das am 5. Dezember 1992 auf dem Kap Hoorn eingeweiht wurde. Es stellt einen stilisierten Albatros, den Vogel der Meere und ein Symbol für die Seele eines verstorbenen Seemanns, dar. Obwohl das Denkmal so konzipiert ist, dass es möglichst wenig Angriffsfläche für die gewaltigen Winde darstellt, wurde es im November 2014 durch einen Sturm mit über 250 km/h zerstört und musste restauriert werden. Auf der Insel können Sie darüber hinaus noch ein paar Relikte der früheren Besiedlung besichtigen, zu denen eine Kapelle, eine Postamtshütte und eine Wetterstation gehören.

Ausflug in die südlichste Stadt der Welt

Die meisten Schiffe auf der Route von Montevideo (Uruguay) oder von Buenos Aires (Argentinien) in den Pazifik, zu den chilenischen Häfen Valparaiso und Puerto Montt, passieren die Magellanstraße mit der Allee der Gletscher und die Stadt Punta Arenas. Noch weiter südlich, am Beagle-Kanal, liegen auf der argentinischen Seite Ushuaia und auf der chilenischen Seite der kleine Ort Puerto Williams. Ushuaia gilt als die südlichste Stadt und Puerto Williams immerhin als die südlichste Siedlung der Welt.

Ein Abstecher nach Ushuhaia lohnt sich allemal. Wer sich für die Geschichte dieses abgelegenen Landstrichs interessiert, wird im Museo del Fin del Mundo (Museum vom Ende der Welt) fündig. Die Sammlung befindet sich seit 1979 im ehemaligen Gebäude der Argentinischen Zentralbank, ganz in der Nähe des Hafens. Die Ausstellung nimmt Sie mit auf eine Reise in die Natur, die Geschichte und die Anthropologie des tiefen Südens.

Im Museum wird Ihnen auch der Name Lucas Bridges begegnen. Er war ein Sohn der Stadt Ushuaia und ist durch sein Buch „The Uttermost Part of the Earth“ berühmt geworden. Bridges erlernte die Sprache der Ureinwohner Feuerlands und ging mit ihnen auf die Jagd. Sein Verdienst liegt in der Aufbereitung der Folgen der Kolonisation Feuerlands.

Die Passage von Kap Hoorn mit AIDA erleben

Wer Südamerika bereist, erwartet tropische und subtropische Natur, herrliche Strände und Städte, die exotisches Flair ausstrahlen. Die Passage von Kap Hoorn mit ihrem rauen Wetter und der kargen Landschaft von Feuerland stellt einen Kontrast dar: Wer echtes, ursprüngliches Abenteuer sucht, wird es auf einer Seereise an Kap Hoorn finden – freilich im luxuriösen Rahmen eines Kreuzfahrtschiffes, das Ihnen alle Annehmlichkeiten bietet!