„Der beste Treibstoff ist der, den wir gar nicht erst verbrauchen.“
Technologien und Innovationen
Was wir heute bereits tun
Wir investieren seit vielen Jahren in technische und digitale Lösungen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Kreuzfahrt. Neben der Nutzung von Landstrom und Flüssigerdgas (LNG) hat AIDA bereits die Möglichkeit des Einsatzes von alternativen Energiequellen wie z.B. Biokraftstoffen oder Batteriespeichersystemen zum Betrieb seiner Kreuzfahrtschiffe in der Praxis unter Beweis gestellt. Wir investieren in die kontinuierliche Erhöhung der Energieeffizienz unserer Schiffe (z.B. durch das digitale Analysesystem EOS zur Optimierung von Energieströmen und der Routenplanung). Gleichzeitig arbeiten wir gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie daran, den zukünftigen Einsatz von E-Fuels auf den Schiffen vorzubereiten.
Wir haben bereits einiges erreicht
Innovative Technologien – bei uns im Einsatz
Im Hafen: Landstrom
Für uns ist Landstrom eine wichtige Technologie zur Reduzierung von Emissionen, denn unsere Schiffe liegen täglich durchschnittlich 8 bis 10 Stunden im Hafen. So können wir die Hauptmaschinen an Bord ausschalten und tragen dazu bei, lokale Emissionen zu senken und die Luftqualität in den Häfen zu verbessern. Bis heute können unsere AIDA Schiffe nur in wenigen Häfen weltweit diese Technologie nutzen.
In unseren europäischen Fahrtgebieten ist dies aktuell in 18 Häfen* in neun europäischen Ländern möglich:
Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Malta, Frankreich, Spanien und Niederlande. Dank der wachsenden Zahl von Landstromanlagen in den Häfen werden unsere Schiffe zukünftig in immer mehr Destinationen Energie von Land nutzen können.
* Aarhus/DK, Alesund/NOR, Bergen/NOR, Cádiz/Spanien, Hamburg-Altona/DE & Hamburg-Steinwerder/DE, Hamburg-Hafencity/DE, Haugesund/NOR, Kiel/DE, Kristiansand/NOR, Kopenhagen/DK, Le Havre/FRA, Marseille/FRA, Malta/MAL, Oslo/NOR, Portsmouth/GB, Rotterdam/NLD, Southhampton/GB, Stockholm/SWE, Warnemünde/DE
Auf den Meeren: Flüssigerdgas
LNG verursacht bis zu 20 Prozent weniger direkte* CO2-Emissionen als herkömmliche Kraftstoffe wie Marinegasöl. Zudem werden lokale Schwefeloxidemissionen vollständig vermieden, während der Ausstoß von Stickoxiden um bis zu 85 Prozent und von Feinstaubpartikeln um 95 bis 100 reduziert wird. Die Nutzung von erdölbasiertem LNG ist für uns nur ein Zwischenschritt, denn der Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ist begrenzt.
Nach einem ersten Test im Jahr 2024, hat AIDA Cruises im Jahr 2025 für AIDAnova insgesamt mehr als 8.500 Tonnen ISCC EU-zertifiziertes** Bio-LNG bezogen (Quelle: MRV). Das Bio-LNG stammt aus europaweiten landwirtschaftlichen Biogasanlagen und wurde in einer Verflüssigungsanlage in Belgien über die massenbilanzierte Methode für die Schifffahrt nutzbar gemacht.
Zwei Neubauten werden im Frühjahr 2030 und Winter 2031/32 unsere Flotte erweitern. Die nächste Schiffsgeneration wird ebenfalls über eine Multi-Fuel-Antriebstechnologie verfügen, die sowohl mit LNG als auch weiteren Bio- und E-Fuels betrieben werden kann.
*Der Vergleich erfasst ausschließlich die direkte Verbrennung an Bord und nicht die Treibhausemissionen der vorgelagerten Lieferkette.
**Weitere Informationen zur ISCC-Zertifizierung: https://iscc-system.org/
Uns ist bewusst, dass derzeit bei der Verarbeitung von LNG in unseren Motoren, noch geringe Mengen an Methanschlupf entstehen. Um diesen zukünftig möglichst vollständig zu vermeiden, arbeiten wir innerhalb der Carnival Corporation mit Motorenherstellern und anderen Technologieanbietern zusammen.
Auf See: Batteriespeichersystem
Technologien im Test
Unser Energiemanagement für mehr Effizienz
Unsere Routenplanung
Indem wir für die einzelnen Reiseabschnitte unserer Schiffe die optimalen Geschwindigkeitsprofile entwickeln, Routen effektiv planen sowie unsere Fahrpläne und Liegezeiten optimieren, sparen wir Treibstoff ein.
Wir möchten die Energieeffizienz unserer Flotte kontinuierlich steigern und setzen das von uns entwickelte System EOS (Energy Optimization System) ein. Das System unterstützt die Besatzungen unserer Schiffe nahezu in Echtzeit bei operativen Entscheidungen, beispielsweise bei der Optimierung von Energieströmen an Bord oder bei der Berechnung von Fahrtrouten mit dem Ziel eines möglichst geringen Energiebedarfs.
Um bei der Antriebsenergie einzusparen, setzen wir auf ein innovatives Rumpf- und Propellerdesign. Zusätzlich verhindert ein Unterwasseranstrich Bewuchs am Unterschiff, um Reibung zu minimieren.
Klimaanlagen an Bord
Einer der größten Energieverbraucher an Bord: die Klimaanlagen. Hier setzen wir auf bedarfsgerechte Steuerung und Absorptionskältemaschinen, die überschüssige Abwärme in Kälte umwandeln.