Die meisten denken beim Stichwort Ostern zuerst an bunt bemalte Eier, Süßigkeiten und Hasen in Geberlaune. Auch Osterfeuer, -spaziergänge oder das Backen traditioneller Osterlämmer aus süßem Teig gehören zu den bekannteren Bräuchen.

Etwas ungewöhnlicher sind da schon Eierwerfen (wird in einigen Teilen Bayerns praktiziert), Eierschieben (Sachsen, Brandenburg und Ostfriesland) oder Eierlauf (hauptsächlich Bayern und Rheinland-Pfalz). Aber wussten Sie, dass die Menschen in anderen Teilen der Welt noch viel verrücktere Dinge anstellen? Wir zeigen Ihnen, wie Ostern anderswo gefeiert wird.

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Die meisten denken beim Stichwort Ostern zuerst an bunt bemalte Eier, Süßigkeiten und Hasen in Geberlaune. Auch Osterfeuer, -spaziergänge oder das Backen traditioneller Osterlämmer aus süßem Teig gehören zu den bekannteren Bräuchen.

Etwas ungewöhnlicher sind da schon Eierwerfen (wird in einigen Teilen Bayerns praktiziert), Eierschieben (Sachsen, Brandenburg und Ostfriesland) oder Eierlauf (hauptsächlich Bayern und Rheinland-Pfalz). Aber wussten Sie, dass die Menschen in anderen Teilen der Welt noch viel verrücktere Dinge anstellen? Wir zeigen Ihnen, wie Ostern anderswo gefeiert wird.

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Dänemark: Hochachtungsvoll, Dein XY!

Unsere dänischen Nachbarn lieben es, an Ostern sogenannte "gækkebreve" (Narrenbriefe) zu verschicken. Das sind kunstvoll verzierte, anonyme Briefchen, in denen der Adressat – meist in Reimform – aufgefordert wird, den Absender zu erraten. Gelingt ihm das nicht, so ist er ein Narr und muss dem Versender zur Strafe etwas schenken. Populär sind dabei zwei Varianten: Wenn Kinder ihren selbstverständlich vollkommen ahnungslosen Eltern einen Narrenbrief schicken, sind in der Regel Süßigkeiten fällig. Unter Teenagern ist es aber auch nicht unüblich, sich beim Absender des geheimnisvollen Briefchens mit einem Kuss zu bedanken.

Übrigens: Eine Osterreise nach Dänemark lohnt sich schon alleine deshalb, weil unsere nördlichen Nachbarn länger frei haben – auch der Gründonnerstag ist in Dänemark ein gesetzlicher Feiertag.

Dänemark: Hochachtungsvoll, Dein XY!

Unsere dänischen Nachbarn lieben es, an Ostern sogenannte "gækkebreve" (Narrenbriefe) zu verschicken. Das sind kunstvoll verzierte, anonyme Briefchen, in denen der Adressat – meist in Reimform – aufgefordert wird, den Absender zu erraten. Gelingt ihm das nicht, so ist er ein Narr und muss dem Versender zur Strafe etwas schenken. Populär sind dabei zwei Varianten: Wenn Kinder ihren selbstverständlich vollkommen ahnungslosen Eltern einen Narrenbrief schicken, sind in der Regel Süßigkeiten fällig. Unter Teenagern ist es aber auch nicht unüblich, sich beim Absender des geheimnisvollen Briefchens mit einem Kuss zu bedanken.

Übrigens: Eine Osterreise nach Dänemark lohnt sich schon alleine deshalb, weil unsere nördlichen Nachbarn länger frei haben – auch der Gründonnerstag ist in Dänemark ein gesetzlicher Feiertag.

Großbritannien: Weidenkätzchen und Purzelbäume

Den Briten sagt man einen gewissen Hang zur Skurrilität nach. Dass das möglicherweise nicht ganz unbegründet ist, spiegelt sich in ihren Osterbräuchen wider. In England beispielsweise sammelt man an Ostern Weidenkätzchenzweige, mit denen man sich anschließend gegenseitig tätschelt. Dieses Ritual soll Glück für das kommende Jahr bringen.

Den schottischen Ostertraditionen merkt man deutlich den keltischen Einfluss an. In den Highlands und an anderen Orten des Landes entfachen die Schotten riesige Osterfeuer – ein Ritual, das schon in vorchristlicher Zeit dazu diente, den Winter auszutreiben. Und wer Glück hat, kann am Ostersonntag in Wales Einheimische beobachten, die kurz vor Sonnenaufgang in einer Prozession einen Hügel hinaufsteigen, um die aufgehende Sonne, ein Symbol der Auferstehung, mit drei Purzelbäumen zu begrüßen.

Großbritannien: Weidenkätzchen und Purzelbäume

Den Briten sagt man einen gewissen Hang zur Skurrilität nach. Dass das möglicherweise nicht ganz unbegründet ist, spiegelt sich in ihren Osterbräuchen wider. In England beispielsweise sammelt man an Ostern Weidenkätzchenzweige, mit denen man sich anschließend gegenseitig tätschelt. Dieses Ritual soll Glück für das kommende Jahr bringen.

Den schottischen Ostertraditionen merkt man deutlich den keltischen Einfluss an. In den Highlands und an anderen Orten des Landes entfachen die Schotten riesige Osterfeuer – ein Ritual, das schon in vorchristlicher Zeit dazu diente, den Winter auszutreiben. Und wer Glück hat, kann am Ostersonntag in Wales Einheimische beobachten, die kurz vor Sonnenaufgang in einer Prozession einen Hügel hinaufsteigen, um die aufgehende Sonne, ein Symbol der Auferstehung, mit drei Purzelbäumen zu begrüßen.

Frankreich: Wenn Glocken eine Reise tun

Die Ostereier bringt in Deutschland bekanntlich der Osterhase. Bei unseren französischen Nachbarn sind es die Kirchenglocken. Und das kommt so: In der Zeit von Gründonnerstag bis Karsamstag verstummen in den katholischen Kirchen die Glocken. Einem jahrhundertealten Brauch zufolge gedenkt man damit dem Leiden und Sterben Jesu Christi. Die ungewohnte Stille aus den Kirchtürmen erklärte man Kindern einst mit einem Märchen. Die Glocken, so hieß es, seien nach Rom geflogen, um dort den Papst zu besuchen und sich segnen zu lassen. Wenn sie am Ostersonntag zurückkehren, bringen sie Süßigkeiten mit, die sie für die Kinder im Gras verstecken.

Los geht es mit der Eiersuche traditionell, wenn die Glocken wohlbehalten von ihrem Kurzurlaub zurückgekehrt und das erste Mal wieder von gewohnter Stelle zu hören sind.

Frankreich: Wenn Glocken eine Reise tun

Die Ostereier bringt in Deutschland bekanntlich der Osterhase. Bei unseren französischen Nachbarn sind es die Kirchenglocken. Und das kommt so: In der Zeit von Gründonnerstag bis Karsamstag verstummen in den katholischen Kirchen die Glocken. Einem jahrhundertealten Brauch zufolge gedenkt man damit dem Leiden und Sterben Jesu Christi. Die ungewohnte Stille aus den Kirchtürmen erklärte man Kindern einst mit einem Märchen. Die Glocken, so hieß es, seien nach Rom geflogen, um dort den Papst zu besuchen und sich segnen zu lassen. Wenn sie am Ostersonntag zurückkehren, bringen sie Süßigkeiten mit, die sie für die Kinder im Gras verstecken.

Los geht es mit der Eiersuche traditionell, wenn die Glocken wohlbehalten von ihrem Kurzurlaub zurückgekehrt und das erste Mal wieder von gewohnter Stelle zu hören sind.

Spanien: Mal fröhlich, mal gruselig, oft streng religiös

Im katholischen Spanien feiert man die "Semana Santa" (Heilige Woche) von Palmsonntag bis Ostersonntag. Während dieser Zeit finden in vielen Städten und Regionen im ganzen Land prächtige Prozessionen statt, die den Leidensweg Christi symbolisieren. Bekannt sind vor allem die Festzüge der in weiße Gewänder und spitze Kapuzen gehüllten Büßer, die riesige Heiligenstatuen durch die Straßen tragen.

Noch bizarrer geht es in Sevilla zu, wo während der Osterumzüge als Skelette verkleidete Gestalten die Stadt unsicher machen und als "Totentänzer" Angst und Schrecken verbreiten. Wem das zu gruselig ist, dem sei ein Abstecher nach Mallorca empfohlen: In der Hauptstadt Palma lockt das beliebte Frühlingsfest "Fira del Ram" alljährlich von Ende Februar bis Mitte April tausende von Besuchern an.

Spanien: Mal fröhlich, mal gruselig, oft streng religiös

Im katholischen Spanien feiert man die "Semana Santa" (Heilige Woche) von Palmsonntag bis Ostersonntag. Während dieser Zeit finden in vielen Städten und Regionen im ganzen Land prächtige Prozessionen statt, die den Leidensweg Christi symbolisieren. Bekannt sind vor allem die Festzüge der in weiße Gewänder und spitze Kapuzen gehüllten Büßer, die riesige Heiligenstatuen durch die Straßen tragen.

Noch bizarrer geht es in Sevilla zu, wo während der Osterumzüge als Skelette verkleidete Gestalten die Stadt unsicher machen und als "Totentänzer" Angst und Schrecken verbreiten. Wem das zu gruselig ist, dem sei ein Abstecher nach Mallorca empfohlen: In der Hauptstadt Palma lockt das beliebte Frühlingsfest "Fira del Ram" alljährlich von Ende Februar bis Mitte April tausende von Besuchern an.

USA: Gut behütet in New York City

Die österlichen Traditionen in den Vereinigten Staaten unterscheiden sich nicht wesentlich von denen, die wir aus Deutschland kennen. Eine Besonderheit ist der traditionelle "Easter Egg Roll", zu dem niemand Geringeres einlädt als der Präsident höchstpersönlich. Bei der Veranstaltung im Garten des Weißen Hauses rollen Tausende von Kindern Eier mit einem langstieligen Löffel um die Wette.

Auch Osterumzüge kennt man in Amerika. Und weil jenseits des Atlantiks alles ein wenig größer ist, findet der bekannteste dieser Festzüge in der Mega-Metropole New York statt. Bei der "Easter Parade" verwandelt sich die Fifth Avenue jedes Jahr am Ostersonntag in eine gigantische Ansammlung von Umzugswagen, Blaskapellen und fantasievollen Kopfbedeckungen. Kopfbedeckungen? Ja, denn zur Ostertradition gehört in New York auch, sich gegenseitig mit originellen, oft selbstgebastelten Hauben ("Easter Bonnets") zu überbieten. Die Gegend um die St.-Patrick's-Kathedrale ist der perfekte Ort, um die Osterparade und den Aufmarsch der extravaganten Hüte zu begutachten.

USA: Gut behütet in New York City

Die österlichen Traditionen in den Vereinigten Staaten unterscheiden sich nicht wesentlich von denen, die wir aus Deutschland kennen. Eine Besonderheit ist der traditionelle "Easter Egg Roll", zu dem niemand Geringeres einlädt als der Präsident höchstpersönlich. Bei der Veranstaltung im Garten des Weißen Hauses rollen Tausende von Kindern Eier mit einem langstieligen Löffel um die Wette.

Auch Osterumzüge kennt man in Amerika. Und weil jenseits des Atlantiks alles ein wenig größer ist, findet der bekannteste dieser Festzüge in der Mega-Metropole New York statt. Bei der "Easter Parade" verwandelt sich die Fifth Avenue jedes Jahr am Ostersonntag in eine gigantische Ansammlung von Umzugswagen, Blaskapellen und fantasievollen Kopfbedeckungen. Kopfbedeckungen? Ja, denn zur Ostertradition gehört in New York auch, sich gegenseitig mit originellen, oft selbstgebastelten Hauben ("Easter Bonnets") zu überbieten. Die Gegend um die St.-Patrick's-Kathedrale ist der perfekte Ort, um die Osterparade und den Aufmarsch der extravaganten Hüte zu begutachten.

Lettland: Schaukeln gegen Plagegeister

Die Letten begehen Ostern eher als Frühlingsfest denn als kirchlichen Feiertag. Zelebriert wird dort in erster Linie das Wiedererwachen der Natur. Glücklich schätzen kann sich beispielsweise, wer an den Ostertagen einen Bach findet, der in östliche Richtung fließt. Wer sich darin nämlich das Gesicht wäscht, bleibt gesund, schön und vom Glück begünstigt.

Beliebt ist auch das sogenannte Osterschaukeln: Bei diesem Brauch steigen die Letten in eigens auf dem Dorfplatz errichtete Holzschaukeln und schwingen munter drauflos. Das Schaukeln schützt, davon ist man in Lettland überzeugt, im nahenden Sommer vor Mückenstichen. Außerdem sollen dadurch Vieh und Getreide besser wachsen und gedeihen. Aber Vorsicht: Wird die Holzschaukel nach Ostern nicht ordnungsgemäß verbrannt, kehren böse Hexen den Schutzzauber ins Gegenteil um – und man hat umsonst geschaukelt!

Lettland: Schaukeln gegen Plagegeister

Die Letten begehen Ostern eher als Frühlingsfest denn als kirchlichen Feiertag. Zelebriert wird dort in erster Linie das Wiedererwachen der Natur. Glücklich schätzen kann sich beispielsweise, wer an den Ostertagen einen Bach findet, der in östliche Richtung fließt. Wer sich darin nämlich das Gesicht wäscht, bleibt gesund, schön und vom Glück begünstigt.

Beliebt ist auch das sogenannte Osterschaukeln: Bei diesem Brauch steigen die Letten in eigens auf dem Dorfplatz errichtete Holzschaukeln und schwingen munter drauflos. Das Schaukeln schützt, davon ist man in Lettland überzeugt, im nahenden Sommer vor Mückenstichen. Außerdem sollen dadurch Vieh und Getreide besser wachsen und gedeihen. Aber Vorsicht: Wird die Holzschaukel nach Ostern nicht ordnungsgemäß verbrannt, kehren böse Hexen den Schutzzauber ins Gegenteil um – und man hat umsonst geschaukelt!

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