Diese spanische Stadt am Mittelmeer ist geprägt von der Extravaganz ihrer Erbauer. Prunk, Eleganz und jede Menge Farbe – all das ist typisch für Valencia. Wer dagegen unprätentiösen Minimalismus sucht, wird hier nicht fündig. Mit Freude zeigten und zeigen die Bewohner, was sie haben und worauf sie stolz sind. Ein Beispiel: Im alten Stadtkern befindet sich mit der Plaza de la Virgen ein Platz, der vollständig mit kostbarem Marmor gepflastert ist.

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Diese spanische Stadt am Mittelmeer ist geprägt von der Extravaganz ihrer Erbauer. Prunk, Eleganz und jede Menge Farbe – all das ist typisch für Valencia. Wer dagegen unprätentiösen Minimalismus sucht, wird hier nicht fündig. Mit Freude zeigten und zeigen die Bewohner, was sie haben und worauf sie stolz sind. Ein Beispiel: Im alten Stadtkern befindet sich mit der Plaza de la Virgen ein Platz, der vollständig mit kostbarem Marmor gepflastert ist.

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Calatrava verhilft zu neuem Glanz

Die bewegte, über 2.000-jährige Geschichte der Stadt hinterließ anhand zahlreicher Bauten aus Gotik, Jugendstil und Rokoko ihre Spuren. Doch trotz beeindruckender Altbauten und wunderschöner Kirchen stand Valencia lange im Schatten der Metropolen Madrid und Barcelona. Im Sinne touristischen Aufschwungs betraute die Stadtregierung in den 1990er-Jahren Santiago Calatrava mit dem Bau der „Stadt der Künste und Wissenschaften“ (Ciutat de les Arts i les Ciències). Der Stararchitekt konzipierte bereits auf der ganzen Welt einzigartige Bauwerke. Calatrava versteht es, mit aufsehenerregenden Bauten einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Kennzeichnend für den Stil des gebürtigen Valencianers sind der Fokus auf das technische Tragwerk und der großzügige Einsatz weißer Elemente. So kreiert er eine Ästhetik mit extrem hohem Wiedererkennungswert. Oft erinnern seine Werke auch an gigantische Urtiere, Skelette oder Meereskreaturen.

Calatrava verhilft zu neuem Glanz

Die bewegte, über 2.000-jährige Geschichte der Stadt hinterließ anhand zahlreicher Bauten aus Gotik, Jugendstil und Rokoko ihre Spuren. Doch trotz beeindruckender Altbauten und wunderschöner Kirchen stand Valencia lange im Schatten der Metropolen Madrid und Barcelona. Im Sinne touristischen Aufschwungs betraute die Stadtregierung in den 1990er-Jahren Santiago Calatrava mit dem Bau der „Stadt der Künste und Wissenschaften“ (Ciutat de les Arts i les Ciències). Der Stararchitekt konzipierte bereits auf der ganzen Welt einzigartige Bauwerke. Calatrava versteht es, mit aufsehenerregenden Bauten einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Kennzeichnend für den Stil des gebürtigen Valencianers sind der Fokus auf das technische Tragwerk und der großzügige Einsatz weißer Elemente. So kreiert er eine Ästhetik mit extrem hohem Wiedererkennungswert. Oft erinnern seine Werke auch an gigantische Urtiere, Skelette oder Meereskreaturen.

Kunst wie aus einer anderen Welt

In Valencia hat Calatrava mit der „Stadt der Künste und Wissenschaften“ einen futuristischen Gebäude- und Parkkomplex geschaffen, der wissenschaftliche sowie kulturelle Einrichtungen beherbergt und heute eine der wichtigsten Touristenattraktionen ist. Durch den Kontrast zur übrigen Architektur der Stadt kann die Besucher der Anlage schon manchmal das Gefühl beschleichen, sie seien auf einem anderen Planeten gelandet. Spektakulär ist zum Beispiel „L’Umbracle“, ein frei zugänglicher Garten mit einheimischen Pflanzen und zeitgenössischen Skulpturen, der von mächtigen, strahlend weißen Bögen überspannt wird.

Kunst wie aus einer anderen Welt

In Valencia hat Calatrava mit der „Stadt der Künste und Wissenschaften“ einen futuristischen Gebäude- und Parkkomplex geschaffen, der wissenschaftliche sowie kulturelle Einrichtungen beherbergt und heute eine der wichtigsten Touristenattraktionen ist. Durch den Kontrast zur übrigen Architektur der Stadt kann die Besucher der Anlage schon manchmal das Gefühl beschleichen, sie seien auf einem anderen Planeten gelandet. Spektakulär ist zum Beispiel „L’Umbracle“, ein frei zugänglicher Garten mit einheimischen Pflanzen und zeitgenössischen Skulpturen, der von mächtigen, strahlend weißen Bögen überspannt wird.

Inspirationsquelle Natur

An vielen seiner Konstruktionen lässt sich ablesen, woher Calatrava seine Inspiration zieht: aus der Natur selbst. So dienen ihm beispielsweise Anatomieskizzen als Grundlage für architektonische Strukturen. Typisch für diese Vorgehensweise ist „L’Hemisfèric“, ein 3D-Kino. Es ist in seiner Bauweise einem menschlichen Auge nachempfunden, das aus der Entfernung aussieht, als sei es geöffnet. Dieser Effekt wird durch den geschickten Einsatz riesiger Wasserbassins erreicht. Auf den ersten Blick scheint die Architektur Calatravas in direktem Gegensatz zum protzigen Überschwang älterer Bauwerke in Valencia zu stehen. Doch tatsächlich vereint beide Baustile der Anspruch, Staunen beim Betrachter auszulösen – da kann auch der berühmte Architekt seine eigene stolze valencianische Herkunft nicht verleugnen.

TEXT Nora Kollmannsperger

Inspirationsquelle Natur

An vielen seiner Konstruktionen lässt sich ablesen, woher Calatrava seine Inspiration zieht: aus der Natur selbst. So dienen ihm beispielsweise Anatomieskizzen als Grundlage für architektonische Strukturen. Typisch für diese Vorgehensweise ist „L’Hemisfèric“, ein 3D-Kino. Es ist in seiner Bauweise einem menschlichen Auge nachempfunden, das aus der Entfernung aussieht, als sei es geöffnet. Dieser Effekt wird durch den geschickten Einsatz riesiger Wasserbassins erreicht. Auf den ersten Blick scheint die Architektur Calatravas in direktem Gegensatz zum protzigen Überschwang älterer Bauwerke in Valencia zu stehen. Doch tatsächlich vereint beide Baustile der Anspruch, Staunen beim Betrachter auszulösen – da kann auch der berühmte Architekt seine eigene stolze valencianische Herkunft nicht verleugnen.

TEXT Nora Kollmannsperger